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25.09.2004
[Call of the Cobblepot - Der Ruf der Cobblepots]
In dieser Episode wird Oswald "Ozzy" Cobblepot aka der Pinguin vorgestellt und der gibt sich ausgesprochen unsympathisch. Mit seiner quakenden Stimme und seinem ekelhaften Benehmen erscheint er wie eine Mischung aus Burgess Meredith und Danny DeVito. Wirklich erstaunlich ist an dem schrägen Vogel aber die Tatsache, daß er Batman im Nahkampf einiges mehr zu bieten hat, als der Joker in "Bat in the Belfry".
Die gesamte Geschichte ist nicht ohne Witz und ruft vor allem alle möglichen Filme in Erinnerung. So denkt man bei einer Szene, in der ein hauptsächlich aus Eulen bestehender Vogelschwarm auf Batman zufliegt, unweigerlich an "Harry Potter", beim Anblick der asiatischen Zwillinge an "Edward mit den Scherenhänden" (wobei die Kabuki-Zwillinge natürlich nicht so nett sind), und bei all den Vögeln, die auf Alfred herabstarren, an "Die Vögel" von Hitchcock.
Daß Alfred wegen persönlicher Befindlichkeiten, die seinen Großvater und die Familie Cobblepot betreffen, auf einem offiziellen Empfang eine Szene macht und sich nicht gerade diskret verhält, erscheint ein wenig ungewöhnlich. Wesentlich irritierender ist allerdings seine Augenfarbe, die in manchen Szenen blau, in anderen hingegen grün ist. Auch bei dem Emblem, das sich auf der Brust des Batsuits befindet, waren die Coloristen wohl nicht ganz bei der Sache, denn in einer Szene, als er durch das Dach der Voliere im Cobblepot'schen Anwesen bricht, sind die Farben verkehrt, das heißt: das sonst schwarze Logo ist hier gelb, der ovale Umriß hingegen gelb statt schwarz.
Bei Det. Bennett tritt die eigentliche Sympathie, die er für den düsteren Vigilanten empfindet, immer mehr zu Tage, während seine Kollegin Ellen Yin nach wie vor nichts für Batman übrig hat. Interessant ist die Tatsache, daß sich diese Version des Batman sehr selbstkritisch gibt und sich als Bruce Wayne die Frage stellt, ob das Erscheinen dieser besonders durchgeknallten Gegner nicht durch seine Existenz als Batman erst ausgelöst wird.
Obwohl sich die Serie an ein sehr junges Publikum richtet und laut den jetzt veröffentlichten Zuschauerstatistiken bei der Zielgruppe der sechs- bis vierzehnjährigen (trotz negativ ausgefallener Online-Kritiken) sehr großer Beliebtheit erfreut, empfinde ich sie bislang auch für Erwachsene recht unterhaltsam.
[Luise] weitere Infos zu Call of the Cobblepot
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