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Batman 1 (neu ab 2007)
Im Zwiespalt Teil 1 bis 3
Zwölf Monate lang, war Gotham City auf sich allein gestellt. Batman verschwand und überlies die Stadt quasi sich selbst. Neue Beschützer mussten her, darunter auch Harvey Dent, ehemals Two-Face.
Wieder zurück, muss sich Batman gleich auf eine Geiselnahme von Konzernleitern durch Poison Ivy konzentrieren. Auch sie ist zurück und mächtiger als je zuvor. Die obersten Etagen eines Wolkenkratzers wurden in einen Dschungel mit fleischfressenden Pflanzen verwandelt, die nur auf Batman und Robin warten.
Nachdem die Gefahr durch Ivy gebannt ist, wird Batman zu einem Mordfall hinzugezogen. Bereits zwei Batman-Schurken wurden mit ein und derselben Waffe getötet. Die Beweise deuten auf eine Rückkehr von Two-Face hin. Doch Harvey Dent ist immer noch geheilt und seine doppelläufige Kanone ist bei der Polizei in Gewahrsam. Es muss sich also um einen anderen Mörder handeln. Da die Zeit verrinnt und Batman nur nachts operieren kann, sucht er Unterstützung bei dem Detektiv Jason Bard.
Meinung Ein Jahr nach Infinite Crisis ist, als wäre Alles so, wie es sein sollte und der Batman-Fan es gerne hat. James Gordon und Harvey Bullock sind wieder zurück in ihren Ämtern. Batman und Robin nehmen es gleich mit einem Gegner aus der Schurken-Galerie auf und ein kniffliger Mordfall muss gelöst werden. Ein Batman-Comic wie man ihn sich wünscht.
Vielleicht wirkt Batmans Rückkehr etwas theatralisch, als Gordon der ganzen Stadt signalisiert, dass ihr Beschützer wieder da ist. Doch sobald das Bat-Signal über der Stadt erleuchtet und Jubelrufe ertönen, fühlt man als Leser mit, wie sich die Bürger über die Rückkehr ihres Beschützers freuen oder auch nicht.
Auch wenn Poison Ivys Geiselnahme den Dunklen Ritter auf den Plan führt, so ist doch der Serienmord an den Schurken der eigentliche Fall, den der Mitternachtsdetektiv lösen muss. Was mit der Crisis begann, wird hier noch etwas fortgesetzt. Freut man sich auf ein Wiedersehen mit KGBeast auf den ersten Seiten, wird man kurz darauf enttäuscht. Einige Seiten später liegt der Schurke erschossen vor Harvey Bullocks Füßen. Auch Magpie, die man vor Jahren das letzte Mal sah, wird kurzerhand "erlöst". Die Bereinigung des DC-Universums läuft sozusagen munter weiter und man entledigt sich des unnötigen Ballast, um Platz für neues zu schaffen. Wie etwa Jason Bard. Langjährige Leser bekommen damit wieder einen Charakter präsentiert, der regelrecht in Vergessenheit geriet.
Autor des Achtteilers ist James Robinson, der neben Action und Spannung auch die menschliche Seite von Batman herausarbeitet. Zwar ist Batman immer noch ein grummeliger und wortkarger Zeitgenosse, doch ohne Maske in den Tiefen der Bathöhle zeigt sich, dass ihn auch das Leben seines Teamkameraden Robin alias Tim Drake beschäftigt. Anscheinend hat sich das Jahr der Selbstfindung gelohnt. Der Leser wird mit einem wahren Helden belohnt.
Da die Story auf die zwei Serien 'Batman' und 'Detective Comics' aufgeteilt ist, haben wir gleich mehrere Zeichner. Leonard Kirk und Andy Clarke, sowie Don Kramer und Keith Champagne. Der Stil ist durchweg realistisch gestaltet und strotzt nur so von Schatten und dunklen Farben. Batmans Welt wird problemlos eingefangen, wodurch der Lesespaß stets im oberen Level bleibt. Zu erwähnen wäre auch Robins neues Kostüm, das dem aus TNBA (rot, schwarz und etwas gelb) in nichts nachsteht. Die Cover von Simone Bianchi runden den Genuss ab.
Einige offene Fragen, was in dem einen Jahr von Batmans Abwesenheit passiert ist, werden in der Story knapp beantwortet. Nichtleser von Infinite Crises müssen keine Angst haben, auf den Redaktionsseiten ist zudem eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse hinterlegt, um die große Lücke zu füllen.
Hatte man sonst immer vier US-Ausgaben in einem Heft, kommt die neue Serie nur mit dreien aus und das zum gleichen Preis. Man kann jetzt das diskutieren und rechnen anfangen, aber wozu? Das Comic-Geschäft ist ein harter Markt und wem es nicht gefällt, dem ist es frei das Heft zu kaufen. Positiv fällt auf, dass alle Cover enthalten sind und die Ausgabe wieder eine aneinander hängende Story beinhaltet. Man bekommt also keine vier oder drei verschiedenen Abenteuer präsentiert wie bei der alten Heftserie. Das Lesevergnügen ist somit garantiert.
Fazit Alles wurde wieder fast auf Null zurückgestellt und schafft dadurch einen grandiosen Neustart der Batman-Abenteuer. Action und Spannung gehen nahtlos ineinander über und bringen so den Dunklen Ritter wieder zurück in sein Element. Neueinsteiger könnten kein besseres Heft als dieses nehmen.
Details Batman 1 Enthält: US Detective Comics 817-818, Batman 651 Erscheinungsdatum: 04.01.2007 Text: James Robinson Zeichnungen: Leonard Kirk, Andy Clarke, Don Kramer, Wayne Faucher Tusche: Keith Champagne Farben: John Kalisz aus dem Amerikanischen von Steve Kups Heft; € 5,95 76 Seiten; farbig Panini Comics/DC Comics
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