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Batman vs. Joker
 Batman vs. Joker | Lach Dich tot, Batman
Der Joker kann aus Arkham fliehen und vergiftet dabei Batman mit seiner tödlichen Lach-Droge, die ihn innerhalb von 72 Stunden töten wird. Dr. Hamish, einer von zwei Spezialisten, die ein Gegenmittel für Batman herstellen können, wird vom Joker getötet. Batman macht sich daher auf den Weg nach London, um beim zweiten Arzt Hilfe zu suchen. Doch auch hier treibt der Joker seine Spielchen mit dem Dunklen Ritter.
Meinung Ursprünglich war der Comic als Prämie für die Abonnenten von Panini gedacht, bis man sich entschloss, das Heft mit einem Variantcover auch über den Handel zu vertreiben. Die Story aus Batman #260 von 1975 lässt einen Hauch von Nostalgie im Leser erwachen und versetzt ihn ins Silver Age der Comics zurück.
Natürlich merkt man der Geschichte die zwanzig Jahre Zeitdifferenz an. Vergleicht man sie mit heutigen, wie etwa Azzarellos und Rissos "Kaputte Stadt", erscheint einem O'Neils Story, als sei sie für Kinder geschrieben. Die Kämpfe laufen vorbildlich fair ab und hinterlassen kaum Spuren. Batman reißt erst nach der Beerdigung des Doktors nach London, anstatt sich gleich auf den Weg zu machen. Am Ende schüttelt dann Batman noch zum Dank die Hand des Arztes und lächelt. Alles sehr vorbildlich, doch gerade das ist das Schöne daran.
Batman ist hier nicht so düster und grimmig wie heutzutage dargestellt und mehr der Mitternachts Detektiv als der Dunkle Ritter. Der Joker kommt in seinem klassischen Silver Age Outfit im lila Anzug und zeigt sein schönstes Lachen. Giordano und Novicks Zeichnungen zeigen eine Dynamik, die den Comic vorantreibt und den Lesespaß nicht trübt. Die Farben sind bunt und nicht dunkel gehalten, schließlich soll der Comic Spaß vermitteln. Die Story ist logisch aufgebaut und setzt Batman vor eine fast unlösbare Aufgabe. Doch wieder einmal beweist er, dass er mit seinem Kopf arbeitet statt mit bloßer Muskelkraft. Und am Ende ist der Joker wieder geschlagen und kommt nach Arkham, wodurch das Happy End gewährleistet ist.
Neben Alfred haben auch noch einige andere Helden einen kleinen Gastauftritt. Bei der Beerdigung des verstorbenen Dr. Hamish finden sich unter den Trauergästen auch Oliver Queen und Clark Kent ein. Two-Face ist in der Story ebenfalls mit von der Partie und hilft Batman, als er in Arkham von einer Horde Insassen überwältigt wird. Erklärt wird das Ganze durch den Wurf der Münze, die ihn regelrecht gezwungen hat, Gutes zu tun.
Die Übersetzung von Marc Hillefeld ist zeitnah, was den Nostalgietrip etwas schmälert. Two-Face wird mit seinem engl. Original übersetzt und nicht mit Doppelgesicht, wie zu Ehapa Zeiten, was vielleicht noch das Tüpfelchen auf dem i gewesen wäre. Auch hat sich bei den Witzen, die der Joker reißt, damit sich Batman zu Tode lacht, ein Blondinen Witz hineingeschlichen. Der ist zwar witzig, doch frage ich mich, ob es diese Art auch schon 1975 in den USA gab.
Alles in allem gelingt der Ausflug ins Silver Age und lässt einen an die Zeiten erinnern, in denen Batman nicht mit Erdbeben, Bandenkriegen oder einer Stadt im Ausnahmezustand zu tun hatte, sondern nur die Erzschurken mit ihren teuflischen Plänen bekämpfen musste.
Wer sich also auch auf den Trip begeben will, kann den Comic zum Coverpreis von 3,10 Euro noch über den Comichandel beziehen.
Details: Batman Einzeltitel Beinhaltet This one'll kill you, Batman! aus US-Batman #260 Story: Denny O'Neil Zeichnungen & Tusche: Irv Novick, Dick Giordano Cover: Nick Cardy 28 Seiten, EURO 3,10 Panini Comics
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