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Justice:
Justice #1
Alex Ross ist ebenso bekannt für seine photorealistischen Darstellungen von Superhelden, wie für sein Faible für Geschichten aus dem guten alten Silver-Age. Und so ist auch das aktuelle Werk von ihm angesiedelt in einer Zeit, in der der Flash noch Barry Allen heißt und viele bekannte Figuren noch leben. Beispielsweise Arthur Curry Jr., der Sohn von Aquaman.
Die Geschichte beginnt mit einem Alptraum: Unzählige Bomben gehen auf die Erde nieder – so viele, dass selbst die JLA machtlos ist und sie die vollkommene Zerstörung des Planeten nicht stoppen kann.
Der unbekannte Erzähler im Hintergrund gibt den Helden der Erde die Schuld dafür.
Die Bösewichte der Welt werden alle von diesem Alptraum gleichzeitig heimgesucht und so scheinen sie sich zusammen zu tun, um diese Katastrophe zu verhindern. Allen voran Lex Luthor, der durch Black Manta den König der Meere - Aquaman – entführen lässt.
Währenddessen bricht der Riddler bei Wayne Industries ein und lädt alle wichtigen Firmendaten auf eine Disk. Zwar gelingt es Batman am Ende diese Disk wieder in seinen Besitz zu bekommen, aber viel zu lange war sie im Besitz des Riddlers. Was alles hat er erfahren und was wird ihm dieses Wissen nützen?
Man sollte erst gar nicht versuchen, diese Geschichte in Zusammenhang mit der augenblicklichen Kontinuität zu betrachten. Werkimmanent kann man sich dieser Story am Besten nähern. Es gelingt auch und macht Spaß.
'Justice' ist in Amerika eine zwölfteilige Miniserie, die dort noch läuft und man kann durchaus sagen, es ist etwas Besonderes, dass sie jetzt schon bei uns veröffentlicht wird. Dadurch haben wir gegenüber dem Original kaum Rückstand und dürfen mitfiebern, wie die Geschichte enden wird.
Unzählige Cameo-Auftritte von Helden und Schurken runden den ersten Eindruck geschickt ab und die vielen begonnenen Handlungsstränge erzeugen eine große Spannung - man darf gespannt sein, wie sie am Ende zusammengeführt werden.
Das Kreativ-Team Krueger/Ross/Braithwaite lassen eine Vielzahl von Charakteren aufmarschieren, die sich nahezu wie das komplette Who’s Who der bekanntesten Figuren des DC Universums liest.
Die Bildergewalt von Alex Ross nimmt einen von der ersten Seite an gefangen und seine realistischen Darstellungen hauchen den Figuren Leben von ungeahnter Dichte und Glaubwürdigkeit ein.
Wer auf grandiose Bilder, eine schlüssige Story mit nostalgischem Hauch steht, der kommt nicht daran vorbei, wenn sich die größten und bekanntesten Helden im DC-Universum vereinigen, um uns, die Menschen, zu retten. Oder sind es dieses Mal die Bösen?
Von dem Heft gibt es neben dem normalen Cover auch ein Comic-Shop-Variant Ausgabe, die auf 555 nummeriert und limitiert ist. In Erlangen gab es eine auf 999 Exemplaren limitierte (nicht nummerierte) Ausgabe.
Weitere bekannte Arbeiten von Ross sind: 'Kingdom Come', 'Marvels', 'Superman: 'Peace on Earth', 'Batman: 'War on Crime', 'Captain Marvel: Power of Hope', 'Wonder Woman: Spirit of Truth' und 'Justice League: Secret Origins' 'Liberty and Justice'
Von Krueger ist u.a. Earth X.
Details: Justice #1 (von 6) Erscheinungsdatum: 08.06.2006 Enthält: Justice #1 Story: Jim Krueger, Alex Ross Text: Jim Krueger Zeichnungen: Alex Ross und Doug Braithwaite aus dem Amerikanischen von Steve Kups Prestige; € 6,95 68 Seiten; farbig Panini/DC Comics
Norbert Elbers
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