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Frank Miller & Jim Lee:
All Star Batman and Robin, the Boy Wonder #1
Die Geschichte von Dick Grayson, Mitglied einer Artistenfamilie, dessen Eltern während einer Vorstellung hinterrücks erschossen werden, dürfte den meisten bekannt sein. Auch dass im Publikum ein gewisser Bruce Wayne sitzt. Neu bei dieser Version ist, dass Bruces Begleitung dieses Mal die atemberaubende Vicky Vale ist und Dick von ein paar Cops entführt werden, die nicht auf der Seite des Gesetzes stehen auf der sie sollten. Doch zum Glück trifft Dick in dieser Nacht auf Batman... und seine Bestimmung.
Meinung Die All Star- Reihe ist der Versuch von DC, den Erfolg von Marvels Ultimate-Universum zu wiederholen. Die Idee hinter der All Star Reihe ist, dass namhafte Autoren sich der größten Ikonen des Verlags annehmen und, frei von der Last eines halben Dutzend Krisen und Kleinkriegen, deren Geschichte neu erzählen.
Die Konstellation verspricht großartiges, haben sich doch mit Frank Miller und Jim Lee zwei überaus namhafte Künstler der ersten zwölf Ausgaben der neuen Serie angenommen.
Anstatt, wie es bei Marvel mit Spider-Man begonnen hat, noch einmal eine Origin zu erzählen, dreht sich im ersten Run alles um die erste Begegnung Dick Graysons mit Batman und dessen Verwandlung zu Robin, dem Boy Wonder.
Mutig ist es schon, sich in dieser Serie, die vor allem Neuleser ansprechen soll, die keine Ahnung von der Continuity haben, ausgerechnet mit einem Charakter zu befassen, der von Menschen, die nicht oder noch nicht Comics lesen, eher belächelt wird. Auf der anderen Seite eine gute Gelegenheit, mit dem Bild von Robin, das aus Fernsehen (Burt Ward) und Kino (Chris O’Donnell) bekannt ist, abzurechnen. Jim Lee macht genau so weiter wie er bei "Hush" aufgehört hat, seine Zeichnungen sind gewohnt detailliert und auch der Wiedererkennungswert der Charaktere wie Bruce und Alfred ist hoch. Nur Batman scheint ein wenig von Millers Einfluss geprägt zu sein, der Kopf am Ende scheint gar direkt aus Die Rückkehr des Dunklen Ritters zu stammen.
Geht man also als Neueinsteiger heran ist man durchaus erfreut. Schon auf der dritten Seite gibt es als "eyecatcher" das Debüt Vicky Vales und Miller schickt sich an sein Versprechen von jeder Menge Babes wahr zu machen.
Vales Charakter gefällt, zeigt sie doch ihre Kämpfernatur als sie von ihrem schicken Penthouse plötzlich in die Realität Gothams gerät, in der die Polizei ganz und gar nicht auf der Seite der Gerechtigkeit steht. Außerdem bringt sie etwas Humor in die ganze Geschichte. Als sie in Bruce Waynes Wagen den Cops hinterher rast, die Dick entführt haben, wird fast unbemerkt auch Alfred eingeführt werden.
Alles nett, aber noch nichts außergewöhnliches, bis zu der Stelle, als Batman Dick als Soldaten bezeichnet, der gerade in einen Krieg geraten ist. Millers Annäherung scheint also zu sein, dass Batman von Anfang an ganz konkrete Pläne hat.
Alles in allem macht "All Star" Batman und Robin ganz gewaltig Appetit auf mehr, allein Lees Zeichenstil ist wieder eine Augenweide.
Details All Star Batman and Robin, the Boy Wonder #1 USA, Juli 2005 Story: Frank Miller Zeichner: Jim Lee Cover: Jim Lee and Scott Williams 32 Seiten, $2,99 US DC Comics
Christian
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