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Gotham Knights #54
 Batman: Gotham Knights #54 | Pushback: Book Five
Batman ist wieder zurück in Gotham und ihm bleibt nur abzuwarten, bis sein Gegner den nächsten Schritt macht. Und was hat der Riddler dem Joker angeboten? Einen Namen, den der Joker zwölf lange Jahre herausfinden wollte. Damals geschah der Unfall, der aus dem erfolglosen Jack den gefährlichen Clownprinzen machte.
Eigentlich wollte sich Jack aus Liebe zu seiner schwangeren Ehefrau Jeannie weigern, zwei Ganoven zu helfen, in eine Chemiefabrik einzubrechen. Doch sie erpressten ihn, indem sie seine Frau entführten und ließen ihm keine Wahl. Der Coup ging schief. Auf der Flucht wurde Jack von Batman in ein Becken mit Säure geworfen. Als er wieder auftauchte, war sein Gesicht zu der Clownfratze entstellt.
Danach musste er erfahren, dass sein Heim abgebrannt und seine Frau tot war. Durch einen dummen Zufall konnte damals Edward Nigma erkennen, wer den angeblichen Unfall vortäuschte. Nun nennt er den Namen des Mörders dem Joker, um dessen Schutz vor Hush zu erhalten.
Meinung Das Geheimnis um den Deal des Riddlers mit dem Joker wurde enthüllt. Die Story klingt recht nett, hat aber nur einen Fehler: In "The Killing Joke" erfährt Jack bereits bei dem Versuch, den Coup abzusagen, von der Polizei, dass seine Frau bei einem Unfall umgekommen ist. Somit machte Jack nur bei dem Raub mit, um seiner Frau wenigstens eine anständige Beerdigung zuteil werden zu lassen.
Eventuell hat man sich bei DC ja gedacht, das es an der Zeit wäre, dem Joker eine neue Vergangenheit zu schreiben und hat sich für die etwas andere Interpretation der Geschehnisse entschieden. Aber warum muss eine so geniale Geschichte wie die Alan Moores so verschlimmbessert werden? Mit ein wenig mehr Mühe hätte man sicherlich Möglichkeiten finden können, die alte Geschichte beizubehalten und dennoch einen logischen Übergang zu schaffen. So, wie es hier gemacht wurde, ist es einfach nur ärgerlich, etwas völlig Neues zu schreiben, wäre sinnvoller gewesen.
Dass ausgerechnet Edward Nigma den Mord beobachtet, den ein Polizist in Uniform(!) verübte, davon so mitgenommen war, dass er sogar zur Beerdigung ging, den Namen des Mörders aber zwölf Jahre lang für sich behielt, um ihn im richtigen Moment dafür einzutauschen, dass ihn der Joker gegen Hush beschützt, das ist... fast schon ein wenig viel des Guten.
Auf die Story bezogen kann man dem Joker nachfühlen, dass er verrückt wurde. Erst der Unfall, der noch zu verkraften wäre, man kann schließlich immer noch normal weiterleben. Dann aber auch der Verlust von Frau und Kind. Letztendlich gab es für Jack nur zwei Möglichkeiten: Selbstmord oder Irrsinn und sich an den Personen rächen, denen er das alles zu verdanken hat - Batman und dem Unbekannten.
Neben der Geschichte vom Joker gibt es nur noch ein kurzes Gespräch zwischen Batman und Robin, in dem Batman verletzlich und Robin sehr aggressiv wirkt. Batman hält sich dadurch für angreifbar, dass Hush nicht nur ihn selbst, sondern einen seiner Familienmitglieder Schaden zufügen könnte. Ein etwas anderer Batman, als man ihn sonst kennt.
Zeichnerisch hat man sich bei der Rückblende vom Joker sehr an den Zeichnungen von Brian Bolland orientiert und die Charaktere sehen denen aus "The Killing Joke" sehr ähnlich.
Details: Batman: Gotham Knights #54 Story: A. J. Lieberman Zeichnungen: Al Barrionuevo Tusche: Francis Portela 40 Seiten, $ 2.95 DC Comics
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