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Gotham Knights #50
 Batman: Gotham Knights #50 | Pushback: Book One
Weshalb und, vor allem, von wem wird der Riddler durch das Oberlicht eines Wolkenkratzers geworfen und landet inmitten eines Banketts? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir eine Woche zurück gehen:
Bruce Wayne befindet sich auf einer Party, als er glaubt, Vesper Fairchild zu sehen. Sogleich nimmt er die Verfolgung auf. Als Batman kann er sie gerade noch rechtzeitig davor retten, von einem LKW überfahren zu werden. Dabei erkennt er, dass es sich nicht um Vesper handelt. Anscheinend hat jemand die Absicht, Bruce Wayne oder vielleicht Batman in die Irre zu führen.
Unterdessen machen drei Hobbyjäger in den Sümpfen einen erschreckenden Fund. Sie entdecken das Geheimnis einer Blockhütte und bezahlen dafür mit ihrem Leben.
Während ein mysteriöser Mann Vorbereitungen für seine Rückkehr trifft, bekommt Edward Nigma in Blackgate Todesbotschaften von einem alten "Freund" zugestellt und bangt um sein Leben. Er trifft die für ihn einzig logische Entscheidung und bietet dem Joker einen Deal an.
Meinung Das Cover verspricht es bereits: Hush kehrt zurück! Zwar ist er in dieser Ausgabe nur als mysteriöse Gestalt im Hintergrund aktiv, aber der Leser kann schon etwas von seinem Vorhaben erkennen und ist somit Batman und dem Riddler einen Schritt voraus.
Die Rachelust und Zielstrebigkeit von Hush werden hier sehr hervorgehoben. Er lässt es nicht zu, dass man seine Pläne durchkreuzt und schreckt, wie schon bei seinem ersten Auftritt, auch vor eiskaltem Mord nicht zurück.
Der Riddler hingegen scheint, da er für seinen letzten Coup die Bewunderung seiner Mithäftlinge erhält, seinen Aufenthalt in Blackgate ziemlich zu genießen, zumindest bis er die erste Morddrohung in Form eines Rätsels bekommt. Hier zeigt sich, wie sehr er von seiner Manie, der Beste auf seinem Gebiet zu sein, besessen ist.
Die Reaktion von Nigma ist hervorragend dargestellt, er kann es nicht leiden, wenn man ihn mit einem Rätsel konfrontiert und ihn dabei auch noch vor Augen führt, wie hilflos und schwach er doch eigentlich ist. Doch seine Angst schlägt schnell wieder in Arroganz um, da er sich schon so gut wie auf der sicheren Seite fühlt, indem er davon ausgeht, dass der Joker seinem Angebot nicht wiederstehen kann.
Zwar ist der Joker nur kurz zu sehen, jedoch kann man etwas von seiner menschlichen Seite und der inneren Traurigkeit dieser Figur erkennen. Zudem wird hier der Bogen zu "The Killing Joke" geschlagen: er blättert in einem Fotoalbum, in dem unter anderem das Bild einer schwangeren Frau zu sehen ist. Ihr Name: Jeannie. Wird sich in diesem Story-Arc nun bestätigen, was Alan Moore in seinem genialen Comic schon angedeutet hat: dass es sich bei dem Joker um einen Mann handelt, dessen Schicksal an Tragik kaum zu überbieten ist? Und falls ja, welche Konsequenzen wird dies haben? Wird der Joker dann immer noch eine faszinierende schillernde Gestalt sein, oder wird man bei jeder seiner Aktionen denken 'Ach der arme Kerl, er kann ja nicht anders...'?
Bruce Wayne muss einmal mehr den gelangweilten Playboy geben, der sich gezwungenermaßen auf dieser Party einfindet. Und obwohl er jede Frau, die sich auf der Party befindet, haben könnte und hierbei sogar von Oracle angestachelt wird, hat dies für ihn keinerlei Reiz. Erst als er Vesper Fairchild zu erkennen glaubt, erwacht er aus seiner Starre und jagt sofort hinter ihr her. Dass diese Frau, die Vesper anscheinend wie aus dem Gesicht geschnitten ist, seine Neugierde weckt, ist klar, aber ein wenig unlogisch wirkt seine erste Reaktion schon, denn eigentlich sollte er ja wissen, dass sie tot ist, schließlich wurde er des Mordes an ihr bezichtigt, und es wäre eigentlich anzunehmen, dass ihm dieser Gedanke wenigstens ansatzweise durch den Kopf schießt.
Ab dieser Ausgabe sitzt mit A. J. Lieberman, Al Barrionuevo und Francis Portela ein neues Kreativteam am Steuer der Gotham Knights. Die Story von Lieberman liest sich flüssig und baut Stück für Stück die Spannung der Handlung auf, es kommt keine Langeweile auf, was man beim ersten Teil eines Story-Arcs auch erwarten kann, und die Figuren werden, wie bereits angesprochen, teilweise sehr gut wiedergegeben.
Die Zeichnungen von Al Barrionuevo mit der Tusche von Francis Portela sind düster und geben dem Flair eines Batman-Comics sehr gut wieder. Gerade die emotionalen Ausdrücke der Figuren, die Angst des Riddlers, Trauer des Jokers und Enttäuschung bei Batman sind gelungen getroffen. Die Farben wirken realitätsnah und unterstreichen die Zeichnungen. Alles in allem ist der Auftakt dem Kreativteam gelungen.
Details: Batman: Gotham Knights #50 Story: A. J. Lieberman Zeichnungen: Al Barrionuevo Tusche: Francis Portela 40 Seiten, $ 2.75 DC Comics
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