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21.12.2004
Keaton erzählt:
Weshalb er nicht mehr Batman sein wollte
Michael Keaton, seines Zeichen altgedienter Batman-Darsteller, gab für die Kolumne "Armour & Co" der Chicago Tribune ein Inteview, in dem er auch auf seine Batman-Zeit angesprochen wurde.
"Ich war deshalb beim dritten nicht mehr dabei, weil er nicht besonders gut war", erzählte Keaton vor einigen Tagen dem Kolumnisten Terry Armour bei einem Cocktail im Peninsula Hotel . "Ich hätte schon Lust gehabt, aber dann las ich das Drehbuch und sagte: 'Ich bin nicht daran interessiert.'" [Außerdem war ihm das Kostüm zu schwer, wie er anläßlich der Premiere von "Batman Returns" in einem Interview mit einem deutschen TV-Sender verriet. Was verständlich ist, denn immerhin wog die Rüstung knapp 25 kg.]
Keaton, der für die Rolle zunächst nicht gerade Begeisterungsstürme der Kritiker erntete, als Regisseur Tim Burton ihn dafür aussuchte, befürwortete ein dunkleres "Prequel" für den dritten Film. Keaton wollte sich darauf konzentrieren, was Bruce Wayne eigentlich veranlasst, gegen das Verbrechen zu kämpfen. Und genau das ist nun die Premisse von Regisseur Chris Nolans 'Batman Begins' mit Christian Bale.
Als jedoch Regisseur Joel Schumacher 1995 die Zügel von Burton für 'Batman Forever' mit Val Kilmer und 1997 für 'Batman & Robin' mit George Clooney übernahm, wählte der ein anspruchsloseres Niveau, was nicht gerade gut bei den echten Fans der Serie ankam. [Was aber, wie wir jetzt wissen, auch nicht die Schuld von Joel Schumacher war, denn der wollte eigentlich die Filme ganz anders machen, durfte aber nicht.]
Keaton hat die Schumacher-Versionen bislang nicht gesehen ("Nicht aus einem bestimmten Grund, ich kam nur einfach nie dazu"). Allerdings ist er wegen 'Batman Begins' schon sehr gespannt. "Ich hatte schon immer das Gefühl, dass dies ein komplexer interessanter Charakter ist", sagt Keaton, der nächsten Monat mit dem Horrer-Thriller "White Noise" in den Kinos auftaucht.
Mit Katie Holmes, die ebenfalls in "Batman Begins" mitspielt, drehte Keaton vor einigen Monaten "First Daughter" (es geht hierbei um die Tochter des US-Präsidenten, die ja, wenn die Mutter die First Lady ist, logischerweise eben die First Daughter sein muß), allerdings wußte damals noch niemand, daß sie als "Love Interest" für Bruce Wayne vorgesehen ist. Sicher hätte Keaton ihr einige Tips für die Rolle der "Rachel Dawes" geben können.
[Gossip Gerty]
Quelle: Chicago Tribune
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