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Batman: Harley & Ivy #1 [von 3]
 Batman: Harley & Ivy #1 | Bosom Buddies
Die Herrschaft über die Welt - Pardon..., über Gotham City ist das kleine Ziel von Pamela Isley alias Poison Ivy. Ihr zur Seite steht als treuer Gehilfe keine Geringere als Harleen Quinzel, welche als Harley Quinn ihr Unwesen treibt. Um ans Ziel zu gelangen, müssen sie jedoch erst in den Besitz der sehr seltenen "Zombie Wurzel" kommen.
Genau an diesen Punkt steigt der Leser in die Geschichte ein. Einen Tag vor der Eröffnung einer Pflanzenschau soll besagte Wurzel von dem Dreamteam gestohlen werden. Zu Ivys Pech wurde die Terminplanung von Harley übernommen. Somit treten die Gäste just in dem Moment ein, als die Ladys die Wurzel an sich nehmen wollen.
Als wäre dies nicht schon Unglück genug, befindet sich unter den Gästen auch Bruce Wayne. Auf der Flucht werden beide von Batman gefangen und die Wurzel von Harley zerstört.
Wieder in Arkham hat sich das Verhältnis zwischen Harley und Ivy merklich abgekühlt (als hätte Mr. Freeze es eingefroren). Ivy kann es ihrer Freundin nicht verzeihen, die Wurzel "getötet" zu haben und hegt nur noch Mordgedanken.
Als ihr dann Harley auch noch als Aufmunterungsgeste einen Klaps mit einem Handtuch verpasst, reißt Ivy endgültig der Geduldsfaden. Die Wache kann sie gerade noch rechtzeitig davon abhalten, Harley zu Hackfleisch zu verarbeiten.
Und als Ivy wieder aus der Anstalt fliehen kann, muss ihre ehemalige Freundin zurückbleiben. Oder?
Meinung Dieses Frauen-Gespann ist prädistiniert dazu, Chaos und Humor zu verbreiten. Ein bisschen erinnern mich die beiden an Pinky & Brain, und das nicht nur wegen ihrem Ziel, sondern auch wegen der Beziehung, die beide haben.
So schafft es Harley, ihre Freundin, deren Kosenamen "Red" (wegen der Haarfarbe) lautet, immer wieder in den Wahnsinn zu treiben. Während Ivy den eher ruhigen, auf ihr Ziel, fixierten Part spielt, treibt Harley die Scherze und reißt, wenn auch unabsichtlich, die meisten Witze und hat dadurch die Lacher auf ihrer Seite. So ist zum Beispiel ihre Suche nach der Popgun in der mit allerlei Krimskrams vollgestopften Tasche ein Brüller.
Fast könnte einem Ivy leid tun, so eine Freundin zu haben, die einen durch ihre Tollpatschigkeit zur Weißglut bringt und es vor lauter "gut meinen" sogar schafft, dass man in der Irrenanstalt landet und die Ziele erst mal in weite Ferne gerückt sind. Da wundert es nicht, dass sich Ivy nur noch wünscht, Harley tot zu sehen und sich den verschiedensten Mordphantasien hingibt, wie man sie teilweise nur aus Comics kennt.
Dieser Comic soll in erster Linie Spaß machen und dieses Ziel wird ohne Zweifel erreicht. Dem Dreamteam Dini und Timm ist hier ein weiterer Geniestreich in dem von ihnen geschaffenen Animated-Universum gelungen. So kann auch diese Story an den Erfolg von "Mad Love" anknüpfen und muss sich nicht dahinter verstecken, auch wenn Batman nur einen kleinen Gastauftritt hat. Schließlich dreht sich alles nur um die zwei Ladys und ihr Ziel, Gotham City zu unterwerfen.
Wie schon bei Mad Love hat sich Bruce Timm auch diesmal wieder selbst an den Zeichenblock gewagt, um der Story Leben einzuhauchen. Man hat bei der Umsetzung den Zeichenstil der "New Batman Adventures" gewählt und so tritt Poison Ivy bereits mit ihrer grünlichen Haut und den schmaleren Hüften auf. Harley hingegen hat sich im Gegensatz zu "TAS" wenig verändert und nur ein spitzeres Kinn bekommen. Wie im Animated-Stil üblich, achtet man nicht so sehr auf Details, sondern beschränkt sich nur auf das Notwendige. Die Farben sind kräftig und vermitteln den sauberen Zeichnungen Wärme.
Zum Schluss bleibt nur noch die Frage offen, ob die unterschwellige Botschaft der Story lauten soll: Auch wenn der beste Freund einen großen Fehler macht, sollte man ihm immer eine neue Chance geben?
Vorschau bei DC Comics
Details: Batman: Harley & Ivy #1 Paul Dini, Bruce Timm, Shane Glines 32 Seiten, $ 2.50 DC Comics
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