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The Ultimate Evil
 Comic |
 Taschenbuch |
Die auch in Buchform erschienene Story von Andrew Vachss katapultiert Batman in die ekelerregende Welt des Geschäfts mit Kinderpornographie, -prostitution und -handel. Vachss, der seine Geschichten selber als "Trojanisches Pferd" bezeichnet, um die Aufmerksamkeit der Leute zu diesem Thema zu wecken, schuf einen fiktiven Staat in Südostasien, dessen einzige Finanzquelle die Ausbeutung von Kindern zum Zwecke der sexuellen Befriedigung entarteter Kinderschänder darstellt.
Batmans Interesse an diesem Thema wurde durch die Bekanntschaft mit der Sozialarbeiterin Debra Kane, die er bei ihren Besuchen bei den Ärmsten der Armen begleitete, geweckt. Und so stellt sich für den maskierten Rächer die Frage, was er eigentlich zu bekämpfen versucht: Die Verbrecher oder das Verbrechen?
Nachdem er sich Kontaktadressen von einem Insassen des Hellgate Gefängnisses besorgt hat, eröffnet ihm Alfred ein langgehütetes Geheimnis: Auch Martha Wayne, Bruce' Mutter, hatte sich mit dem Thema Kindesmißbrauch auseinander gesetzt. Während alle Welt sie "nur" für eine schlichte Hausfrau und Mutter hielt, war Martha einem Kinderhändlerring gefährlich nahe gekommen. Der Mord an Thomas und Martha Wayne war nicht das Werk eines Raubmörders, der zufällig ihren Weg kreuzte, sondern die Tat eines Auftragskillers.
Bruce macht sich auf den Weg nach Udon Khai und schließt sich dort als Batman einer Rebellengruppe an, um den Kampf gegen die entarteten Kreaturen aufzunehmen. Kurz bevor er dem Drahtzieher der Organisation, der auch für den Tod seiner Eltern verantwortlich ist, gegenübertreten kann, wird dieser von Batmans Kontaktmann zu den Rebellen, Rhama Bgyn, einem jungen Mann, dessen Cousine ebenfalls ein Opfer der Kinderschänder wurde, erschossen.
Bruce kehrt nach Gotham zurück, um wieder über "seine" Stadt zu wachen, doch sein Auge ist jetzt geschärft für die Opfer des schlimmsten Verbrechens, das die Welt kennt, dem Verbrechen an den Kindern.
Kritik?! Ein ernstes Thema wurde in einer spannenden Story verpackt. Zwar wirken die Dialoge von Andrew Vachss teilweise etwas pathetisch und oberlehrerhaft, das tut aber dem Inhalt der Geschichte keinen Abbruch.
Das Hightech-Equipement, über das Batman normalerweise verfügt, wurde noch aufgepeppt mit Sonden, die bei einem Schlafenden erkennen, in welcher Schlafphase er sich befindet und ob er als Kind mißbraucht wurde (!) und noch ein paar Kleinigkeiten, die die Geschichte schon fast in den Science Fiction Bereich abdriften lassen. Das sollte aber eigentlich niemanden den Spaß beim Lesen der Story nehmen.
Die Zeichnungen sind allesamt sehr düster gehalten und lassen einzelne Handlungen teilweise nur schwer erkennen, manche Situationen werden einfach nur angedeutet, da aber der Inhalt des Comics selbst schon sehr gewaltgeladen ist, kann man auf eine allzu deutliche Darstellung auch gut verzichten.
Die Theorie um den Tod von Martha Wayne und ihre Aktivitäten als Ermittlerin mit einer Tarnidentität verleiht der Geschichte einen zusätzlichen interssanten, wenn auch sehr widersprüchlichen Aspekt. Einerseits wird erläutert, daß Kriminalität keineswegs eine Sache der Gene ist, andererseits ist es völlig klar, daß Bruce Wayne seine Passion der Verbrechensbekämpfung von seiner Mutter geerbt hat.
Der Roman zum Comic birgt nicht viele neue Informationen, sondern ist einfach nur ein bißchen ausführlicher geschrieben. Obwohl ich beim Lesen den Eindruck hatte, daß die Übersetzung ein wenig eingedeutscht worden sei (es ist an einer Stelle vom ICE die Rede), stellte sich im Nachhinein beim Vergleich mit dem Original heraus, daß der Übersetzer korrekt gearbeitet hatte.
Empfehlenswert zu lesen ist auf jeden Fall auch das Nachwort von David Hechler, in dem er die Fakten des miesen Geschäfts mit Kindern aufzählt.
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