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Batman/Superman #5
 Batman Superman #5 | Das Supergirl von Krypton
Teil 2 - Besucher Ist das außerirdische Mädchen wirklich Supermans Cousine Kara Zor-El? Superman hat daran keine Zweifel und ist felsenfest davon überzeugt: sie ist es. Innerhalb kürzester Zeit hat sich Kara an ihre neue Heimat angepaßt und Kal-El ist der Meinung, das es an der Zeit ist, ihr auch etwas anderes als nur die Festung der Einsamkeit zu zeigen. Trotz Batmans Bedenken nimmt er sie mit nach Metropolis. Nach einem Stadtbummel werden sie plötzlich eine Gruppe Amazonen unter der Führung Wonder Womans angegriffen.
Teil 3 - Krieger Diana überzeugt Superman, Kara in ihre Obhut zu übergeben, damit sie dem Training der Amazonen unterzogen wird und gleichzeitig lernt, mit ihren Fähigkeiten umzugehen. Unerwartet wird Themyscira von einer Horde Doomsday-Kreaturen angegriffen. Superman, Batman und Wonder Woman können gemeinsam mit den restlichen Amazonen den Angriff abwehren, müssen aber feststellen, dass Darkseids Attacke auch seine Opfer forderte.
Meinung Sehr langsam wird die Spannung weiteraufgebaut. Jeph Loeb konzentriert sich sehr darauf, den Charakter Kara Zor-El dem Leser ausführlich zu zeigen, damit er für sie Sympathie entwickelt. Einerseits Wesen mit mächtigen Superkräften, andererseits hilflose junge Frau. Links von ihr Superman, der sich fast väterlich um sie sorgt, glücklich darüber ist, endlich einen Familienangehörigen gefunden zu haben und sie nicht wieder hergeben will. Rechts Batman, der immer noch skeptisch ist und sie zum Teil als Bedrohung ansieht. Beide Standpunkte listet Loeb detailiert auf, in dem er uns die Gedanken der beiden Helden zeigt und man fast selbst geneigt ist, sich für eine von beiden Parteien zu entscheiden.
Durch den Auftritt Wonder Womans glaubt man dann schon fast, Batman könnte mit seiner Vermutung recht haben und Kara sei wirklich eine Bedrohung. Doch wieder nur eine Finte des Schreibers, der uns im zweiten Teil die Auflösung präsentiert. Diana sorgt sich nur um das Wohl des Mädchens. Damit Kara ihre innere Ruhe findet und lernt, mit den gewonnen Fähigkeiten umzugehen, wird sie der harten Ausbildung unterzogen. Sehr zum Missfallen Supermans, der sich zur Recht von seinen Freunden hintergangen fühlt und nun auf die harte Tour lernen musste, nicht jedem blind zu vertrauen.
Spannung baut sich auch durch die Dialoge auf und erst mit dem Angriff der Amazonen im ersten Teil wird dem Leser etwas Action geboten. Durch den Cliffhanger wird dieser Spannungsmoment jedoch leider wieder unterbrochen und muss wieder neu aufgebaut werden. Die Erklärung, weshalb Diana die junge Frau mit nach Themyscira nimmt, wird kurz nach Beginn des zweiten Teils beantwortet. Action kommt erst wieder durch den Angriff der Doomsday-Kreaturen auf und das nicht zu knapp.
In epischen Bildern wird die Schlacht gezeigt. Selbst Batman greift zur Waffe, um gegen die Monster eine Chance zu haben. Anders als im ersten Teil bleibt die Spannung bis zur letzten Seite erhalten, was die ruhigeren Seiten des Heftes ausgleicht.
Zeichnerisch hällt Michael Turner sein Niveau und setzt die Story in seiner gewohnt typischen Art um. Einzig die Furien Darkseids bringen etwas Abwechlung in den Turner-Standard-Frauentyp. Hier bekommt man eine Horde von individuellen Charakteren zu sehen, die ebenso gefährlich wie verrückt wirken. Darkseids Gastauftritt ist kurz doch aussagekräftig. Er will das Mädchen haben. Mehr vom Herrscher über Apokolips gibt es in der nächsten Ausgabe.
Auch die Doomsday-Kreatur wurde genial umgesetzt und bekommt ein Lob von mir. Wild und ungezähm stürzt sich die Horde auf die Gruppe und verwickelt sie in einen Kampf auf Leben und Tod. Der Rest sind wie gewohnt starke Helden und kurvenreiche Frauen, wodurch sich Turner bei der Menge an weiblichen Charakteren sicherlich in seinem Element fühlt; was allerdings dazu führt, das irgendwie alle das gleiche Gesicht haben. Würden die unterschiedlichen Kostüme und Frisuren nicht sein, könnte man sie glatt verwechseln. Was letztendlich sogar den Protagonisten passiert und zum Ende hin ein wirkliches Spannungshoch schafft: Als man ein blondes Mädchen bewegungslos im Wasser liegen sieht, denkt niemand daran, das es sich dabei nicht um Kara handeln könnte.
 Variantcover | Rechtzeitig zur ComicAction 2004 erschien von dieser Ausgabe noch ein schönes Variantcover, gezeichnet von Lee Bermejo.
Gesamt gesehen, ist die aktuelle Story nur Durchschnitt. Jeph Loeb hatte schon interessantere Geschichten auf Lager, wie beispielsweise "Long Halloween" oder "Hush". Wer also keinen zu hohen Anspruch an die Story stellt, kann getrost zugreifen. Reine Batman-Fans sollten die Batman Monster Editionen und Sonderbände nehmen oder ihr Geld in die neue Batman-Serie im Januar investieren.
Details: Batman/Superman #5 Erschienen Oktober 2004 Beinhaltet US Superman/Batman #9 + 10 Story: Jeph Loeb Zeichnungen: Michael Turner 52 Seiten, EURO 4,00 Panini Comics
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